
Schiffbrüchig - eine Ballade
Der Anker,
an der blühenden Küste
ihres Lebens ausgeworfen,
hatte nicht gegriffen.
Ihr Schiff trieb
ziel- und führerlos
auf den auf- und -absteigenden
Wogen des Ozeans dahin,
unter glühender Sonne
und tobenden kalten Winden
des Nordens.
Delphine tauchten auf,
schwammen langsam
graziös, elegant
an dem Schiff entlang.
„Komm mit uns,
wir wissen den Weg,
sangen sie.
"Ich kann nicht schwimmen",
schluchzte sie.
Große Vögel getragen von
mächtigen Schwingen,
rauschten herbei,
ließen sich
auf dem Schiffsbug nieder.
„Komm, flieg mit uns“,
krächzten sie.
„Ich kann nicht fliegen!
weinte sie.
"Hierbleiben muss ich,
ohne Anker, ohne Segel,
vielleicht bis zum Ende
meiner Zeit."
Zitat von Hermann Hesse:
»Seltsam ist es, im Nebel zu wandern.
Leben ist Einsamkeit.
Kein Mensch kennt den anderen.
Jeder ist allein.»
St. Catharines, 26. Dezember 2017
Copyright Gisela Bradshaw