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Decew Waterfall Ontario

Reise nach Ontario, Kanada im Mai 2017
Impressionen

Webalbum Ontario ist leider  in Überarbeitung!

Prolog
«Man hat keine Idee davon, wie groß und  schön die Welt eigentlich ist,
wenn man nicht Meere und Länder durchstrichen hat.«
Georg Ludwig Weerth, deutscher Schriftsteller (1822-1856)
  an Heinrich Heine 

Eine familiäre Angelegenheit hatte mich im Mai 2017 wieder einmal nach Kanada geführt; nach  St. Catharines am Lake Ontario,  einer Stadt mit 134 400 Einwohnern und damit die größte in der Region Niagara  und die 6. größte  im Bundesstaat Ontario. Wegen der zahlreichen Gärten und Parks nennt man sie auch  Garden City.

Einst war  hier das Unternehmen General Motors of Canada der  Hauptarbeitgeber für die hiesigen Menschen.  Eine große Zahl  leer stehender Fabrikanlagen und offensichtliche  Zeichen von  Armut zeigen,  dass  die guten  Zeiten von St. Catharines vorbei sind.
Viele junge Burschen, oft von Hunden begleitet, sitzen vor Geschäften und bitten um ein paar Dollar.

Als wir einmal bei Rot an einer Ampel standen, sah ich einen älteren,  gut aussehenden Mann, der mit einem Becher und einem handgeschriebenen Schild "Anything will help"  am Staßenrand stand. Er tat mir sehr leid, aber bis ich mein Portemonnaie hervorgekramt hatte, kam "Grün", und wir mussten weiterfahren. Ist es nicht traurig, dass Menschen, die sicher ihr Leben lang gearbeitet haben, am Strassenrand stehen und um Almosen betteln müssen? Vielleicht hat  dieser nette Mann auch für General Motors gearbeitet und ist, wie viele andere auch, ein Opfer der Fabrikschliessung geworden?


St. Catharines hat außer einer großen Anzahl von Kirchen jeglicher Konfession und nichtssagenden Geschäften nicht viel zu bieten. Vergebens sucht man ein einladendes Café, ein attraktives  Modegeschäft  oder einen schönen Blumenladen.  Der einzige für mich interessante Laden war, wie schon bei einem früheren Besuch, ein großes, bestens sortiertes  Bücherantiquariat, in dem man viel Zeit verbringen könnte, wenn man  Interesse an Büchern hat. Das "wirkliche" Leben findet in den riesigen Einkaufszentren, den  malls, statt, die die Stadt  ringförmig umgeben.
St. Catharines liegt nur eine gute Stunde von Toronto entfernt und ist deshalb  zum Wohn- und  Ruhesitz von Rentnern oder anderen sich aus dem Berufsleben zurückgezogenen  Leuten geworden. Es war  hauptsächlich diese Personengruppe, die ich in den  malls sah.
Buchstäblich Himmel und Menschen waren  dort unterwegs und shoppten, als stünde bald eine  Hungersnot bevor. Auch für  Hunger und Durst nach dem Shoppingmarathon hat man vorgesorgt: In einem der vielen „Burger Kings“, die in vielen malls integriert sind,  kann einfach und mit kleinem Geld  Abhilfe geschafft werden.
  
In einem dieser Lokale gönnte ich mir einmal - aus der Not heraus -  einen Cheeseburger mit Pommes frites und eine Apfelschorle.
Das für mich ungewöhnliche Fast-Food-Mahl "sprach" noch den ganzen Tag mit mir. Wahrscheinlich lag es an dem verwendeten Öl, das
offenbar schon längere Zeit in Gebrauch war.

Ausflüge:


Da St. Catharines ganz in der Nähe des  sogenannten „Niagara Escarpment“ liegt  (Niagara-Schichtstufe – eine geologische Besonderheit, über die ich schon ausführlich in meiner Kanada-Reisebeschreibung  „Kanadische Impressionen 2011“ in dieser Homepage  berichtet habe),  gibt es eine Menge  von interessanten und reizvollen Ausflugszielen, von denen wir einige an den Wochenenden ansteuerten:

Immer wieder schön: Der Lake Ontario

St. Catharines liegt direkt am Ontariosee. Von dem Haus meines Sohnes bis zum See sind es nur wenige Minuten mit dem Auto.

Dieses Mal, im Mai, hatte sich der  Anblick des Sees  auf spektakuläre Weise verändert:  überdurchschnittlich viele und starke  Regenfälle  hatten ihn weit über die Uferpromenade und den Yachthafen hinaus ausgedehnt. Alles stand unter Wasser. Viele Leute waren aus Neugier zu seinem Ufer  bei Port Dalhousie herbei geeilt  und staunten wie wir  über sein total verändertes Bild.
Alle Strom erzeugenden Turbinen in den wasserführenden Kanälen waren  übrigens wegen des  starken Hochwassers abgestellt worden.

Deshalb waren längere Spaziergänge oder Wanderungen am Ufer entlang  dieses wunderschönen Sees nicht möglich.
Übrigens: der Name des Sees Ontario bedeutet in der irokesischen Sprache „ Glitzerndes oder Schönes Wasser“. Sehr viele Namen von kanadischen Gewässern und Städten sind indianischen Ursprungs, so auch der Name Kanada, was  irokesisch  „Dorf“ oder „Siedlung“ bedeutet.


Wissenswertes:

Durch den Ontariosee verläuft die Grenze der Vereinigten Staaten zu Kanada. Er liegt auf 75 m Höhe und seine Fläche beträgt 19.011 km Der kanadische Seeanteil ist  9969 km² und der US-amerikanische  9042 km². Zum Vergleich: Seine Ausdehnung entspricht ungefähr der Größe des deutschen Bundeslandes Rheinland-Pfalz; die Fläche des größten Sees Europas, des Ladogasees, übertrifft er um rund 1000 km².

Die Wassertiefe des Sees beträgt bis zu 244 Meter. Der Hauptzufluss erfolgt über den Niagara River aus dem Eriesee. Weitere Zuflüsse sind der Trent River, der Genesee River, der Oswego River und der Salmon River. Der Ontariosee entwässert über den Sankt-Lorenz-Strom. Durch den arktischen Einfluss ist der Uferrand durchschnittlich drei Monate im Jahr zugefroren, dient aber im Sommer als Wärmespeicher, so dass er im Gebiet um die Niagarafälle u. a. den Weinanbau ermöglicht.

Das Wasser aus dem See wird auch für die Trinkwasserversorgung und zur Kühlung von Bürogebäuden in der Stadt Toronto verwendet.

Wie bei den anderen Großen Seen Nordamerikas, so sind auch beim Ontariosee die Gezeiten – anders als bei vielen kleineren Binnenseen – bemerkbar. Der Ontariosee hat rund 1500 Inseln, die größte, Wolfe Island, liegt am östlichen Abfluss des Sees im Sankt-Lorenz-Strom.“
Quelle:  Wikipedia


Morningstar Mill und Decew Waterfall:

 „Morningstar Mill is a rural industrial heritage site owned by the City of St. Catharines and operated in partnership with the Friends of Morningstar Mill.  It features a working grist mill rebuilt in 1872, and the home of the Morningstar family restored up to 1933. 
Morningstar Mill is one of the few mills in Ontario that houses all its original equipment, and operates its millstones using the original water source. The mill provides a rare glimpse back in time to when moving water was still used to mechanically grind grain into flour.
A Brief History of the Site
Wilson Morningstar operated Mountain Mills from 1883 to 1933.  He ground wheat into flour and chopped oats, corn, rye and barley into animal feed. 
In November 1892, a fire destroyed the interior of the grist mill. This gave Wilson the opportunity to update his milling operation with the latest equipment - a two-break three-reduction Greey Roller Mill system which produced white flour.  At the time, roller ground white flour had become very popular for baking because it was whiter and finer than flour made with traditional millstones.
Wilson also purchased a grain cleaner, a corn cob sheller, an oat roller and an attrition mill for grinding grain into animal feed.  About 1911, when a doctor told Wilson that whole grain flour was healthier than white flour, Wilson installed a pair of traditional millstones which produced stone ground whole wheat flour.
Stories of Wilson Morningstar and the sights and sounds of mill life have been preserved through early photographs, handwritten logbooks and letters, and the fond recollections of Wilson's grandchildren. Wilson's granddaughter, Lorna, recounts...'On the 3.6 acres of the property, there was more activity than just that at the saw mill and grist mill... across the stream where the saw mill stood was an orchard of apples, cherries, pears and peaches, and a large vegetable garden'. The Morningstars also had a carpentry shop, blacksmith shop and a 'barn, where a team of horses, a cow, chickens and pigs were kept.'
The Morningstar's home was built about 1895 by two carpenters from Thorold with lumber that Wilson had sawn in his sawmill. The house features scalloped clapboard siding, and ball and spindle gingerbread.

When the house was first built, it was heated with wood in the spring and fall, and coal in the winter. Drinking water was retrieved from a well, and water for cleaning and washing was collected in a cistern. Wilson also produced his own electricity for lighting the mill and house from about 1904 - 1914. The interior of the house has been restored in 1932 and  presents many pieces of furniture that were owned by the Morningstar family.

By 1930, Wilson had gradually shut down his flour milling business. After Wilson died in 1933, Wilson's family continued to produce animal feed for local farmers on the occasional weekend for a few years until the turbine seized.
Wilson Morningstar and his wife, Emma, occupied the house throughout their lifetimes. When Wilson died, Wilson's oldest daughter and her family moved back into the house, and her children (Wilson's grandchildren) lived in the house until 1991. Wilson's granddaughter bequeathed the contents of the mill and house to the City of St. Catharines in 1994.
A milestone was reached in November 1996 when a volunteer group called the Friends of Morningstar Mill produced stone-ground flour using the restored water-powered turbine and Wilson's grinding stones. After 60 years of silence, Wilson's mill rumbled and the smell of flour filled the air.
Today, Morningstar Mill is one of the few mills in Ontario that houses all its original equipment, and operates its millstones using its original water source. The operation of the mill and the conservation of the buildings and property are made possible by the City of St. Catharines and the ongoing efforts and support of the Friends of Morningstar Mill and the community.“
Quelle: Wikipedia


Der Decew-Wasserfall bei der Morningstar Mill und seine Umgebung gehören zu dem berühmten „Bruce Trail, dem ältesten und längsten durchgehenden Wanderweg in Kanada.


Verlauf des Wanderpfades: von Queenston, einem Ortsteil von Niagaga-on-the-lake entlang der Georgian Bay nach Tobermory am Nordende der Bruce Halbinsel. Der Bruce Trail ist ca. 740 km lang mit ungefähr 400 Nebenwegen. Er wurde 1960 angelegt, als die Idee, Ontario zu Fuß zu erkunden, auf reges Interesse stieß. Viele Landbesitzer gaben damals ihre Erlaubnis zur Durchquerung ihres Besitzes.

Wissenswertes dazu:

The idea for creating the Bruce Trail came about in 1959 out of a meeting between Ray Lowes and Robert Bateman, of the Federation of Ontario Naturalists. Ray Lowes' vision was of a public footpath that would span the entire Niagara Escarpment.
On September 23, 1960 the first meeting of the Bruce Trail Committee took place, consisting of four attending members - Ray Lowes, Philip Gosling, Norman Pearson, and Dr. Robert McLaren. Each member became instrumental in building the Bruce Trail.
Trail Director Philip Gosling was responsible for gaining access to the Niagara Escarpment. With a team of volunteers, he visited major towns along the proposed route to discuss their vision of the trail and to solicit help from landowners. Their efforts were successful, and by 1963 regional clubs were established along the length of the Trail. Each club was responsible for obtaining landowner approvals, organizing trail construction, and maintenance efforts within their region of the trail.[3]
On March 13, 1963 the Bruce Trail Association incorporated in Ontario, and the first edition of the Association's newsletter, Bruce Trail News, was published that same year. Membership grew to 200.“    
Quelle:  Wikipedia - http://www.thecanadianencyclopedia.ca/en/article/bruce-trail/

Von der Morningstar Mill wanderten wir entlang des Decew-Wasserfalls  über einen breiten Pfad in die Tiefe, vorbei an vielen umgestürzten Bäumen, die sich auch über den kleinen See des Decew-Wasserfalls gelegten hatten. Ein paar Wagemutige kletterten über diese gefällten Baumriesen hinüber zum anderen Ufer. Das ganze Gelände ist wildromantisch  und eignet sich hervorragend für kletterbegeisterte und  Abenteuer liebende junge Leute. Auch die in unserer Gruppe befindlichen kleinen Kinder turnten, unterstützt von einem Erwachsenen, furchtlos  über diese von Mutter Natur angelegten Brücken.
Ich selbst war so begeistert von der wilden und ursprünglichen Natur  an diesem schönen kleinen Wasserfall, dass ich Lust bekam, einmal einen größeren Abschnitt dieses berühmten Bruce-Trails zu erwandern. Vielleicht geht mein  Wunsch irgendwann einmal in Erfüllung.

 Niagara-on- the-lake mit dem Queenston Heights Denkmal (Brock Monument)

Niagara-on-the lake

Ein anderer Wochenendausflug führte in das benachbarte Niagara-on-the-lake, das einige Sehenswürdigkeiten zu bieten hat.

Niagara-on-the-lake liegt an der Mündung des Niagararivers in den Lake Ontario. Gegenüber von ihr befindet sich die amerikanische Stadt Youngstown (New York)“. Niagara-on-the-lake hat eine bewegte Geschichte:

Der ursprüngliche Name der Siedlung war Butlersburg, bevor sie im Jahr 1781, als im Verlauf des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges Loyalisten aus den USA nach Norden flohen, den Namen Newark erhielt. 


Im Jahr 1792 wurde Newark umgetauft in Niagara und war  für kurze Zeit die Hauptstadt von Oberkanada. Sie verlor diesen Titel aber an York, das heutige Toronto, da die Stadt (Niagara) durch ihre unmittelbare Nähe zu  der US-Grenze als gefährdet eingeschätzt wurde.

Während des Krieges von 1812 - 1814 wurde die Niagara-on-the-lake  von US-Truppen eingenommen und  vor  deren Rückzug zerstört.  Die Briten bauten sie wieder auf.  Noch  heute  hat sie  viel von ihrem historischen, britischen Charme.  Im Jahr 1880 bekam  sie   den  jetzigen  Namen Niagara-on-the-Lake, um sie  von dem anderen Niagara, Niagara Falls, zu unterscheiden.

Niagara-on-the-Lake ist heute ein reizvoller touristischer Anziehungspunkt. Im Jahr 2003 wurde die Stadt zu einem National Historic Site erklärt. Auch kulturell ist sie aktiv:  Die Stadt richtet regelmäßig das nach George Bernard Shaw benannte Shaw-Festival aus.

Niagara-on-the-Lake gilt außerdem als berühmtestes Weinanbaugebiet Kanadas. Relativ mildes Klima und gute Böden bringen qualitativ hochwertige Weine hervor, preisgekrönt ist der Eiswein. Zu den meist angebauten Rebsorten gehören Riesling, Müller-Thurgau, Zinfandel und Merlot.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Niagara-on-the-Lake

Queenston Heights Denkmal

Verbunden mit Niagara-on-the-lake und dem imposanten Queenston Heights Denkmal (Brock-Turm)  ist die berühmte Schlacht am dortigen Ort und die  Namen  der  beteiligten Generälen  Sir Isaac Brock, der auf der Seite der britisch-indianischen (first nations) Truppen stand und der seines Gegners auf der amerikanischen Seite, Sir Roger Hale Sheaffe.

Die Schlacht von Queenston Heights vom 13. Oktober 1812 fand zwischen US-amerikanischen und den Verbündeten der britisch-indianischen Truppen während des Kriegs von 1812 am Niagara River nahe der Stadt Queenston (Ontario) in Kanada statt. Sie endete mit einem britischen Sieg.

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Es würde den Rahmen meines Berichtes sprengen, wenn ich näher auf diese berühmte Schlacht einginge, deren Beschreibung einige Seite füllen würden.

 Deshalb hierzu der betreffende Link:
https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Queenston_Heights

Wir erkletterten, mit dabei waren meine zwei Enkelkinder im Alter von 4 und 6 Jahren,  den hohen, engen, sich schmal empor windenden Brock*-Turm.  Der Turm hat nur eine Röhre, so dass Hinaufsteigende mit den Hinuntersteigenden an irgendeiner Stelle zusammentreffen und es dann sehr eng wird. Alle wurden aber von dem wundervollen Blick  über die Niagara-Landschaft belohnt.

*Sir Isaac Brock, heldenhafter General aus dem  Krieg von 1812  gegen USA sowie einer seiner Mitkämpfer, Lieutenant -Colonel John Macdonell, haben ihre letzte Ruhestätte in dem Sockel des Brockturm gefunden.

Wissenswertes:

Brock's Monument is a 56-metre (185 ft) column atop Queenston Heights in Queenston, Ontario, Canada, dedicated to Major General Sir Isaac Brock, one of Canada's heroes of the War of 1812. Brock and one of his Canadian aides-de-camp, Lieutenant-Colonel John Macdonell, are interred at the monument's base on the heights above the battlefield where both fell during the Battle of Queenston Heights. The current monument was constructed between 1853 and 1856, which replaced an earlier Monument to Brock on the battlefield (1824–1840). Parks Canada maintains the monument, the most imposing feature of Queenston Heights National Historic Site. It is the 3rd oldest war memorial in Canada“.
Quelle: Wikipedia


Niagara Parks Botanical Garden  und Butterfly House

Dieser Park, den wir an einem der Wochenenden besuchten, liegt  an der attraktiven Niagara-Allee und der großartigen Schlucht der nur ca. 10-Minuten Autofahrt entfernten  Niagara-Fällen.
Der  1936 gegründete  40 ha große, wunderschöne Park ist  eine  Kombination eines  Freiland-Klassenzimmers für Studenten der  Niagara-Park-Schule für Gartenbau und eines Botanischen Gartens.

Zuerst durchwanderten wir einen grünen Park mit seltenen, wunderschönen Bäumen. Auch eine typische Prärielandschaft befand sich auf unserem Parcour. Alle Bäume und Pflanzen waren auf entsprechenden Hinweisschilder benannt und erklärt.

Die besondere Attraktion aber  war  ein Konservatorium für Schmetterlinge, ein liebevoll angelegter Botanischer Garten mit seltenen Pflanzen und Gewächsen, in dem Tausende von bunten Schmetterlingen wie bunte Luftschiffchen herumflatterten.

Über angelegte Wege wurden wir  quer durch diesen bunten Schmetterlings- und Pflanzengarten geführt und konnten auf diese Weise in einen direkten Kontakt mit diesen  „fliegenden kleinen Wundern“  kommen.  Durch eine Glasscheibe konnten wir in das Innere einer  Zuchtstation blicken, in der alle Schmetterlinge gezüchtet werden. 

Link hierzu:
 https://www.niagarafallslive.com/botanical_gardens_in_niagara_falls.htm

Safari Niagara – Zoo Stevensville


Während meines Aufenthaltes in St. Catharines besuchten wir zwei Mal den Safari Zoo in Stevensville, weil er besonders für die  Kinder auch wegen seines großen Spielplatzes ein sehr beliebter Ort war.

Der Zoo ist ein  150 ha großer, privat-geführter Naturpark mit mehr als 1000 Tieren, die kanadischer oder exotischer Abstammung sind (Säugetiere, Reptilien und Vögel). Ein Streichelzoo am Eingang ließ die Kinderherzen höher schlagen: Die hungrigen Schafe und Ziegen fraßen ihnen aus der Hand.

Es tuckert  eine kleine Bahn durch den Park, die man nehmen kann, wenn man nicht gut zu Fuß ist.  Die Anlage ist  mit ihren großzügigen Wasserlandschaften  und weiten grünen Wiesenflächen wunderschön  gestaltet, so dass für uns ein Durchwandern des Parks ein großes Vergnügen war. Überall an den kleinen Seen lagerten oder schliefen kanadische Gänse mit ihren super-süssen puscheligen Vogelbabies.  Große  Gänseschwärme schwebten in eleganter Formation über den Park hinweg, was ein ganz toller Anlick war.


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Ab und zu sahen wir in den Bäumen bunte, exotisch aussehende  Vögel, die in Europa nicht vorkommen. Um mehr über die bunte kanadische Vogelwelt  zu erfahren, habe ich mir einen  schön bebilderten Pocketguide „Ontario Birds“ gekauft.   Dieses interessante kleine Buch fand ich übrigens in der vorher erwähnten, reich bestückten,  großen antiquarischen Buchhandlung in St. Catharines.

Beeindruckt war ich ebenfalls von den wetlands (Sumpfgebiete), die nur über Holzstege zu durchqueren waren. In diesem Bereich waren wie überall in diesem Park Info-Schilder aufgestellt, die auf die Bedeutung dieser  sog. „wetlands“  im gesamt-ökonomischen System hinwiesen.

Link:
https://en.wikipedia.org/wiki/Wetland

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Das gut besuchte  Wellensittich-Haus war nur diesen lustigen bunten Vögeln  gewidmet, die frei herum flatterten und  handzahm auf die ausgestreckten Hände der Besucher flogen.

Wie schon erwähnt, war für die Kinder der weitläufige  Abenteuer-Spielplatz  der größte Anziehungspunkt, der sie magisch anzog. Neben dem Spielplatz gab es eine mit vielen Tischen und Bänken bestückte  open-air Gaststätte, die an einer Theke Speisen und Getränke  anbot.

Link:
https://www.niagarafallslive.com/safari_niagara.htm.


Epilog:

Auch dieses Mal war ich von Kanadas Naturschönheiten  tief beeindruckt: Die vielen Wasserfälle, die durch gewaltige geologische Umwälzungen entstanden sind, die beeindruckende Weite der Landschaften und des Lake Ontario, der mehr einem Meer gleicht als einem See,  ebenso  die vielen bunten, exotisch aussehenden Vögel, die es nur auf dem nordamerikanischen Kontinent gibt, und vor allem die Gastfreundschaft der Menschen, die ich traf, erweckten in mir  Lust auf „mehr Kanada“. Kanada feiert übrigens am 1. Juli  d.J. (2017)  den 150. Jahrestag  seiner Gründung (Dominion of Canada).

St. Catharines/Idar, Mai/Juni 2017/März 2019
CopyrightGisela Bradshaw
Anmerkung: In meiner Reisebeschreibung habe ich auf  das Internet/Wikipedia, teilweise in Englisch,  zurückgegriffen.
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